Geschichte

Geschichte

Von den Anfängen des Karnevals in Brandenburg bis zur Gründung des BKC

Nach dem ersten Weltkrieg siedelten sich viele Rheinländer, Saarländer und Westfalen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in der Stadt an. Der Wunsch, heimatliches Brauchtum auch hier in der "Fremde" weiter zu pflegen und dem Prinzen Karneval zu huldigen, führte im Dezember 1931 zur Gründung des "Vereins der Rheinländer". Eine karnevalistische Sitzung nach Original Kölner Art war 1932 für Brandenburg etwas ganz Neues.

Doch bald sollten die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland keinen Platz mehr für Frohsinn lassen. Seit den fünfziger Jahren gab es verschiedene Versuche den Karneval wieder zu beleben. 1954 war es dann soweit, der "Brandenburger Havel-Karneval" erlebte seine Neuauflage!

Als mit dem Ende der 10. Saison 1964 der Karneval einzuschlafen drohte, fanden sich in der Altstadt einige Mitglieder des bisherigen "Vereinigten Närrischen Rates der Stadt Brandenburg" und weitere Interessenten zusammen, um den Karneval für Brandenburg am Leben zu erhalten und neu zu gestalten.

Am 11.11.1964 trafen sich deshalb 14 Karnevalsbesessene unter Leitung von Günter Heider um den "Närrischen Rat der Altstadt" zu gründen. In Anlehnung an den "Havel-Karneval" eröffnete man am 23.01.1965 die 11. Saison des "Havel-Karnevals" mit einer Sitzung im "Haus der Freundschaft".

Da man neue Zeichen setzen und den "Sitzungskarneval" wieder in den Mittelpunkt stellen wollte, kam es am 26. März 1965 zur Umbenennung in "Brandenburger Karnevals Club 1964 e.V." - der BKC war geboren! Auf Beschluss der "kleinen" Schar der Mitglieder wurde dann die 11. Saison des "Havel-Karneval" zur 1. Saison des BKC erklärt. 

*Quelle: BKC-Dauerflyer 2015


02.11.1964: der Wohngebietsausschuss V der Nationalen Front übernimmt die Schirmherrschaft über die Karnevalssaison 1964/1965
11.11.1964: im "Haus der Freundschaft" (Bergstraße), findet eine interne Sitzung zur Bildung des "Närrischen Rates der Altstadt" statt (Geburtsstunde des BKC)


23.01.1965: erste öffentliche Prunksitzung Karnevalssitzung
im damaligen "Haus der Freundschaft" (später Bismarckterrassen)
28.01.1965: erste Kinder-Karnevalssitzung mit eigenem Kinderelferrat
26.03.1965: Gründungsveranstaltung (erste Mitgliederversammlung) und Beschluss der ersten vorläufigen Rahmenordnung (Namensgebung des BKC)
2. Saison 1965/1966: erster Saisonorden des BKC

13.11.1966: 3. Saison 1966/1967 - erste Rentner-Prunksitzung

02.02.1968: 4. Saison 1967/1968 - Fremdensitzung mit befreundeten Karnevalsvereinen
11.11.1968: 5. Saison 1968/1969 - um 11.11 Uhr lädt der BKC Vertreter der Stadt, Gönner und Freunde zum Saisonstart in das "Wein-ABC" des Ratskellers ein


09.02.1970: 6. Saison 1969/1970 - in der Sport- und Kulturhalle des SWB am Quenz (heute Stahlpalast) findet die einzige öffentliche Veranstaltung der Saison in der Stadt Brandenburg statt
11.11.1970: 7. Saison 1970/1971 - der "Ratskeller" ist neue Spielstätte des BKC

8. Saison 1971/1972 - Einführung des Hausordens (Elferratsorden)

02.03.1973: 9. Saison 1972/1973 - erste Veranstaltung in der neuen Spielstätte dem Kulturhaus "Anton Saefkow"
10.11.1973: 10. Saison 1973/1974 - erster
Ballabend im großen Saal des "Ratskellers"

12. Saison 1975/1976 - der BKC wird mit dem Titel "Hervorragendes Volkskunstkollektiv der DDR" ausgezeichnet

13. Saison 1976/1977 - Hans-Georg Albrecht fungiert als Interimspräsident

23.04.1977: 14. Saison 1977/1978 - Rudolf Kock wird neuer Präsident

21.01.1978: 14. Saison 1977/1978 - erstes öffentliches Kostümfest


15.02.1980: 17. Saison 1980/1981 - erste öffentliche Sitzung mit Frauenelferrat

30.10.1986: 23. Saison 1986/1987 - Grundsatzvereinbarung mit dem Kreisausschuss der Nationalen Front auf der Grundlage gesetzlicher Bestimmungen der DDR vom 21.07.1986

18.02.1990: 26. Saison 1989/1990 - erstmals reist eine Delegation auf Einladung des Karnevalsvereins Kaiserslautern (KVK) in unsere Partnerstadt
13.03.1990: 26. Saison 1989/1990 - Aufhebung der Grundsatzvereinbarung zur Trägerschaft durch den Kreisausschuss der Nationen Front
20.04.1990: die Mitgliederversammlung beschließt die erste Satzung und eine neue Rahmenordnung im Sinne des Vereinigungsgesetzes vom 21.02.1990 der DDR
22.06.1990: Karl-Heinz Siebert wird zum neuen Präsidenten gewählt
06.08.1990: der BKC stellt den Antrag auf Registrierung als eingetragener Verein beim Kreisgericht Brandenburg
17.10.1990: Abschluss eines Nutzungsvertrages mit der Stadtbau GmbH über das Gebäude des ehemaligen Kulturhauses am Wiesenweg (heute unser Narrenhaus)
11.11.1990: 27. Saison 1990/1991 - erste öffentliche Prinzenproklamation vor dem Ratskeller mit anschließendem Straßenumzug des BKC und KCH zum Bollmann-Brunnen


11.01.1991: 27. Saison 1990/1991 - erste Veranstaltung in der neuen Spielstätte dem "Großen Saal des Ratskellers"
09.11.1991: 28. Saison 1991/1992 - nach zwei Jahren Pause gibt es wieder einen Ballabend unter der neuen Bezeichnung "Prinzenball"


22.08.1992: erste Verleihung der neugeschaffenen, clubinternen Auszeichnung des "Preußenordens" in Gold und Silber
06.11.1992: 29. Saison 1992/1993 - erste konstituierende Sitzung bzw. Gründung des BKC-Senats unter Rudolf Kock als 1. Senatskanzler

07.11.1993: 30. Saison 1993/1994 - Klaus Windeck wird als erster Schirmherr des BKC vorgestellt
11.11.1993: 30. Saison 1993/1994 - Einführung des symbolischen Brückenzolls an eine soziale Einrichtung der Stadt


03.12.1994: 31. Saison 1994/1995 - erste Teilnahme und erster Tanzturniersieg der Blauen Garde (heute Prinzengarde) beim 2. Freundschaftsturnier in Schwarzheide

17. Februar 1996: längste Veranstaltung mit 5 Stunden und 30 Minuten!

Am 28. März 1998 wird der 1. Landesmeistertitel im Karnevalstanz errungen.

Der Präsident des Landtages Dr. Herbert Knoblich ist als Ehrengast
bei einer Prunksitzung und wird 1. Ehrensenator

11. Februar 2002 -  erstmalig vergibt der BKC die Bronzeskulptur "Märkische Mime"
an eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens,
die durch ihr Auftreten für ein freundliches und menschliches Miteinander einsteht.
Erster Preisträger wird der
damalige Ministerpräsident des Landes Brandenburg Manfred Stolpe
Es folgen
Birgit Fischer (achtfache Olympiasiegerin im Kanusport),
Klaus Windeck (Präsident der Handwerkskammer Potsdam) und
Otto Graf Lambsdorff (ehemaliger Bundeswirtschaftsminister,
Kuratoriumsvorsitzender des Fördervereins Dom zu Brandenburg/Havel)
Martina Willing (erfolgreiche Behindertensportlerin)
Walter Kassin (Präsident des KVBB)
5. Präsident: Toralf Engelbrecht (seit 2002)

5. März 2003:  das erste Heringsessen findet am Aschermittwoch in den Bismarckterassen statt,
dort soll nun traditionell der Stadtschlüssel wieder an die Stadtspitze zurückgehen.

3. Februar 2005: erste Weibersitzung des BKC zur Weiberfastnacht im CCC Brandenburg

Es wird die erste Präsidentin Jacqueline Damus gewählt.